Viele Organisationen, Banken, Versorgungsunternehmen, Telekommunikationsanbieter und Behörden verlagern ihre Geschäftstätigkeit zunehmend ins Internet oder erheben Gebühren von ihren Kunden, wenn diese weiterhin eine ppapierbasierte Kommunikation erhalten möchten.
Die Umstellung auf digitale Medien wird nicht immer positiv aufgenommen.
Two Sides ist sich des Wertes und der Vorteile der digitalen Revolution bewusst, ist jedoch der Ansicht, dass Verbraucher weiterhin das Recht haben müssen, ppapierbasierte Kommunikation – insbesondere Rechnungen und Abrechnungen – ohne Strafen, zusätzliche Gebühren oder Schwierigkeiten zu erhalten.
Oft sind es gerade die schutzbedürftigsten Mitglieder der Gesellschaft, die auf herkömmliche Postsendungen angewiesen sind. Der Übergang zu einer rein
digitalen Gesellschaft birgt die Gefahr, dass ältere Menschen, Menschen mit Behinderung, Landbewohner und Menschen mit geringem Einkommen vom gesellschaftlichen Leben abgeschnitten werden.
Für politische Entscheidungsträger ist es wichtig zu erkennen, dass viele Verbraucher Informationen in Papierform bevorzugen und diesen oft mehr Aufmerksamkeit schenken.
Die Verbraucher möchten sich die Flexibilität der postalischen und elektronischen Kommunikation bewahren.
Wir leben in einer zunehmend digitalen Welt, in der elektronische und papierbasierte Kommunikation
nebeneinander bestehen und sich oft ergänzen. Kommunikationsstrategien müssen nicht nur kosteneffizient sein, sondern auch die Wahlmöglichkeiten der Verbraucher berücksichtigen. Papierbasierte Unterlagen bieten viele konkrete Vorteile, und die Tatsache, dass viele Verbraucher sie als Kommunikationsmittel bevorzugen, muss bei jeder digitalen Planung im Vordergrund stehen.
Gegen Greenwashing vorgehen
Nach einer Initiative von „Two Sides“ haben über 1.500 der weltweit größten Unternehmen irreführende Aussagen entfernt, wonach die Umstellung auf digitale Kommunikation umweltfreundlicher sei.
Sollten Sie Fälle von „Greenwashing“ durch Marken oder Dienstleister feststellen, teilen Sie uns dies bitte unter folgender Adresse mit
: greenwash@twosides.info
Eine internationale Umfrage unter 10.400 Verbrauchern, die 2025 von Two Sides in Auftrag gegeben wurde1 stellte fest, dass:
- 76 % der europäischen Verbraucher sind der Meinung, dass sie das Recht haben sollten, selbst zu entscheiden, in welcher Form sie Mitteilungen (in gedruckter oder elektronischer Form) von Finanzinstituten und Dienstleistern erhalten möchten.
- 65 % sind der Meinung, dass ihnen keine zusätzlichen Gebühren berechnet werden sollten, wenn sie sich für Rechnungen oder Kontoauszüge in Papierform entscheiden.
- 56 % sind der Meinung, dass Dienstleister, die sie bitten, auf elektronische Rechnungen und Kontoauszüge umzusteigen, und dabei argumentieren, dies sei besser für die Umwelt, in Wirklichkeit genau wissen, dass es dabei um Kosteneinsparungen geht.
- 53 % geben an, dass es nicht wirklich „papierlos“ ist, wenn ein Unternehmen sie dazu auffordert, „papierlos zu arbeiten“, da sie regelmäßig Dokumente zu Hause ausdrucken, um eine gedruckte Kopie zu erhalten.
Die Untersuchung zeigte zudem, dass Verbraucher Bedenken hinsichtlich der digitalen Kommunikation haben, darunter:
- 57 % machen sich Sorgen um die Online-Sicherheit – dass elektronisch gespeicherte personenbezogene Daten Gefahr laufen, gehackt oder gestohlen zu werden.
- 50 % verbringen „zu viel Zeit“ mit digitalen Geräten.
Quellen
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