Eine nachhaltige Forstwirtschaft fördert die Biodiversität der
Wälder und ihre langfristige Gesundheit

Wälder sind ein äußerst wichtiger Bestandteil der Umwelt. Gut bewirtschaftete, nachhaltige Wälder bieten der Gesellschaft vielfältige Vorteile, wie beispielsweise Lebensgrundlagen, Ökosystemleistungen und Biodiversität, und tragen gleichzeitig zur Bekämpfung des Klimawandels bei. Um die langfristige Gesundheit der europäischen Wälder zu gewährleisten, bildet die nachhaltige Forstwirtschaft die Grundlage für die Arbeitsweise der Papierindustrie und die Beschaffung ihres wichtigsten Rohstoffs.

Wälder gehören zu den wertvollsten Ressourcen der Welt und beherbergen mehr als die Hälfte aller landlebenden Tier- und Pflanzenarten der Erde.1

In den letzten vier Jahrzehnten haben sie die globale Erwärmung abgemildert, indem sie etwa ein Drittel des durch menschliche Aktivitäten ausgestoßenen Kohlendioxids gebunden haben. Die Kohlenstoffbindung in Wäldern verlangsamt die Anreicherung von Kohlenstoff in der Atmosphäre und verlangsamt damit den Klimawandel.2

Schätzungen zufolge sind etwa 42 Millionen Menschen (1,2 % der weltweiten Erwerbstätigen) im Forstsektor beschäftigt. Sie spielen eine entscheidende Rolle für den
Erhalt der Biodiversität, die Energieversorgung sowie den Boden- und Gewässerschutz.

FAO: Neue Studie liefert aktualisierte Schätzungen zur weltweiten Beschäftigung im Forstsektor, 2026

Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass die europäischen Wälder schrumpfen. Tatsächlich wachsen sie täglich um eine Fläche, die 1.250 Fußballfeldern entspricht.3

Es gibt eine Reihe von Systemen, die eine nachhaltige Forstwirtschaft gewährleisten sollen. Die beiden bekanntesten sind der Forest Stewardship Council (FSC) und das Programme for the Endorsement of Forest Certification (PEFC).

Beide Systeme verfolgen ähnliche Ziele: die Förderung einer nachhaltigen Forstwirtschaft durch eine akkreditierte Zertifizierung durch unabhängige Dritte, um sicherzustellen, dass das Produktionspotenzial sowie die natürlichen Lebensräume von Pflanzen und Tieren erhalten und verbessert werden und dass die Rechte der in der Forstwirtschaft Beschäftigten und der lokalen Gemeinschaften geachtet und geschützt werden. Beide verfügen über robuste System zur Rückverfolgbarkeit, die Holz und Holzfasern in jedem Schritt der Lieferkette vom Wald bis zum Endverbraucher nachverfolgen. Europäische Wälder fungieren als wichtige Kohlenstoffsenke.

Im Jahr 2024 waren rund 117,5 Millionen Hektar, also 51 % der Waldfläche in Europa, zertifiziert.

Forest Europe, Der Zustand der europäischen Wälder, 2025

Zwischen 2010 und 2025 belief sich die durchschnittliche jährliche
Kohlenstoffbindung in der Waldbiomasse in Europa auf 106 Millionen Tonnen.4 In der EU entspricht die Kohlenstoffbindung durch Wälder etwa 6 % der Brutto-Treibhausgasemissionen.5

Die Baumartenzusammensetzung der europäischen Wälder ist vielfältiger geworden. Fast 70 % der Waldfläche bestehen aus zwei oder mehr Baumarten, während 30 % der Waldfläche aus einer einzigen Baumart bestehen, bei der es sich hauptsächlich um Nadelbäume handelt.4

Der gemeinsame europäische Waldvogelindex ist langfristig relativ stabil geblieben und seit 2020 um 3 % gestiegen. Dies deutet auf eine insgesamt stabile Waldumgebung und Biodiversität hin.

Forest Europe, Der Zustand der europäischen Wälder, 2025

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